11. September 2011

 

Nach dem ILMC-Wochenende in Silverstone: Es fehlt noch an Speed

 

Lotus hat den Abstand auf die Konkurrenz in der GTE-Pro-Klasse womöglich etwas verringert, aber dennoch fährt man den Topautos von Ferrari, BMW und Porsche noch deutich hinterher. Beim Einsatz am vergangenen Wochenende im Intercontinental-Le-Mans-Cup (ILMC) in Silverstone erreichten immerhin beide Evoras das Ziel. So konnte man wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung des Autos gewinnen.

"Die Autos waren besser als in vorherigen Rennen - gar keine Frage", so Teameigner Lukas Lichtner-Hoyer. "Ich bin froh, dass wir beide Autos ins Ziel gebracht haben. Leider fehlt uns nach wie vor Speed. An diesem Bereich müssen wir vor dem kommenden Rennen unter Hochdruck arbeiten." Dem Lotus Evora fehlt es vor allem an Motorleistung. Der britische Hersteller entwickelt zwar, hat aber derzeit viele andere Projekte - unter anderem den Bau eines LMP2-Prototypen.

 

 

"Für mich war es schön, endlich mal wieder ein Rennen fahren zu können. Der ILMC ist eine tolle Serie, mit vielen Autos unterschiedlicher Marken", sagt Karl Wendlinger nach seiner Rückkehr ins Team Jetalliance. Der Österreicher teilte sich den Wagen mit Johnny Mowlem und James Rossiter. Das Trio kam ohne Probleme durch und holte Klassenrang zwölf. Das Schwesterauto mit Slingerland/Rich/Heinemaier-Hanson wurde durch einen Aufhängungsschaden zwischenzeitlich weit zurückgeworfen.

Nach der Reparatur des Autos nutzte man die verbleibende Fahrzeit für Tests. "Silverstone hat gezeigt, dass wir Fortschritte gemacht haben. Es ist aber offensichtlich, dass noch viel Arbeit vor uns liegt", fasst Teamchef Jan Kalmar zusammen. "Man darf allerdings nie vergessen, dass wir es hier mit einem komplett neu entwickelten Auto zu tun haben."

08. September 2011

 

Comback bei Jetalliance!


Lotus-Jetalliance wird mit Karl Wendlinger den fünften Lauf des Intercontinental Le-Man-Cups (ILMC) am kommenden Wochenende in Silverstone bestreiten. Teameigner Lukas Lichtner-Hoyer ist es in einer Blitzaktion gelungen, den Tiroler zu verpflichten. Damit feiert der Ex-Formel-1-Pilot nach knapp drei Jahren ein Comeback bei den Niederösterreichern, wo er drei Jahre lang (2006 bis 2008) Erfolge in der FIA-GT1- Weltmeisterschaft feierte.

Für Wendlinger selbst ist es das Ende einer unfreiwilligen Pause, die durch den Rückzug seines Teams Swiss-Racing aus der GT1-WM entstanden ist. "Ich bin einfach nur froh, Karl wieder im Team zu haben", sagt Lichtner-Hoyer. "Er kann uns mit seiner Erfahrung sicher weiter helfen." Auch der Österreicher ist froh, dass seine Zwangspause vorbei ist. "Primär freue ich mich natürlich, endlich wieder in einem Rennauto zu sitzen. Noch dazu in einem Team, mit dem ich drei Jahre lang wirklich schöne Erfolge in der GT1-WM errungen habe."

Wendlinger wird in England gemeinsam mit den beiden Lokalmatadoren James Rossiter und Johnny Mowlem den Lotus Evora GTE mit der Nummer 65 pilotieren. Im zweiten Evora GTE sitzen Martin Rich, Oskar Slingerland und der 31-jährige Däne David Heinemaier-Hansson, der erstmals für den Rennstall aus Oeynhausen am Start sein wird.

Vor dem Rennen im Mutterland der Traditionsmarke Lotus ist man im niederösterreichischen Team durchaus zuversichtlich, denn die beiden Evora GTE wurden in der Sommerpause im Werk in England total überarbeitet und mit insgesamt neun Updates ausgestattet. Teamchef Jan Kalmar sagt dazu. "Es wurde unter anderem am Motor, den Bremsen, am Gewicht und der Aerodynamik hart gearbeitet. Damit sollten wir doch einen entscheidenden Schritt nach vorne machen."

Ähnlich denkt auch Lichtner-Hoyer: "Ich hoffe, dass wir auf der Heimaterde von Lotus mit all den neuen Updates konkurrenzfähig und zuverlässig sind - sodass wir das Rennen im vorderen Drittel beenden können. Für Wendlinger ist alles Neuland: "Ich habe mit dem Lotus keine Erfahrungswerte, werde aber versuchen, mich in den Trainings so schnell als möglich auf das neue Auto einzustellen. Dazu habe ich ja zwei erfahrene Teamkollegen, die mir sicher wertvolle Tipps geben können."

Nach Silverstone geht es dann Schlag auf Schlag: Eine Woche werden die Autos bei Lotus revidiert, anschließend übersiedelt das Team nach Amerika, wo am 1. Oktober in Road Atlanta mit dem traditionellen Petit Le Mans der sechste Lauf auf dem Programm steht. Von dort aus werden die Autos samt Equipment direkt nach China geflogen, wo am 13. November mit den sechs Stunden von Zhuhai das Saisonfinale in der ILMC gefahren wird.

12. Juni 2011

 

Kurze Rennpause für Karl Wendlinger

 

Kurze Rennpause für Karl Wendlinger - denn der nächste Lauf in der FIA GT1 WM geht erst am 2. und 3. Juli im spanischen Navarra in Szene. Dort wird er mit seinem Lamborghini am Start sein.

05. Juni 2011

 

Kein Start von Karl Wendlinger in Silverstone!

 

Hiobsbotschaft für Karl Wendlinger vier Tage vor dem nächsten Lauf zur FIA GT1-Weltmeisterschaft in England: Sein Team Swiss Racing wird in Silverstone nicht antreten - der Kufsteiner damit zum Zuschauen verurteilt!

Nach dem Startcrash zuletzt auf dem Sachsenring - wo ja beide Lamborghini erheblich beschädigt wurden - war es Swiss Racing nicht möglich, beide Autos wieder fahrbereit zu machen. Der Grund: Die dafür nötigen Ersatzteile konnten in der kurzen Zeit nicht produziert oder geliefert werden.

 

Beim nächsten Rennen Anfang Juli in Navarra sind aber beide Autos wieder am Start!

 

Karl Wendlinger: "Eine ganz bittere Geschichte. Aber wenn die Teile nicht da sind, muss man das einfach so zur Kenntnis nehmen. Für mich doppelt schade, ich habe mich schon sehr auf dieses Rennen gefreut. Denn die Tourist Trophy in Silverstone hat nicht nur sehr viel Tradition, sondern auch einen hohen Stellenwert in England - dazu habe ich dieses Rennen bereits dreimal gewonnen."