Zu Toto Wolff
  8. Juli 2007 - Wendlinger in Oschersleben out  
 


08 07 07

FIA-GT 2007, 5. Lauf:

Kumpen/Longin und Mücke/Bouchut aus der Wertung, Bartels/Biagi neue Sieger!

Technik stoppt Jetalliance Racing:

Karl Wendlinger und auch Lechner in Oschersleben out!

Kein Glück hatte heute Jetalliance Racing beim 5. Lauf zu den FIA-GT-Championships in Deutschland – anstatt der erhofften Punkte gab es einen Doppelausfall! Karl Wendlinger und Ryan Sharp mussten nach vielen Problemen kurz nach Halbzeit aufgeben, für Robert Lechner und Lukas Lichtner-Hoyer war das Rennen bereits nach einer Runde vorbei!

Sieger in Oschersleben: Michael Bartels/Thomas Biagi - die Maserati-Paarung wurde nachträglich der Sieg zugesprochen, da sowohl die vermeintlichen Sieger Longin/Kumpen (Bel/Corvette) als auch die dritteingekommenen Stefan Mücke/Christophe Bouchut (D/F) aus der Wertung genommen wurden. Dieses Ergebnis ist aber nur vorläufig, da beide Teams in die Berufung gehen.
In der inoffiziellen Gesamtwertung führt nun Biagi mit 21 Punkten vor Bertolini und Piccini (beide It) mit jeweils 23 Zählern. Karl Wendlinger und Ryan Sharp liegen mit 20 Punkten an der dritten Stelle, Lechner/Lichtner-Hoyer halten bei 2 Zählern und sind 11.

Es war nicht der Tag des in Niederösterreich stationierten Teams: Bereits in der ersten Kurve kam es zu einem Unfall, an dem beide Jetalliance Aston Martins beteiligt waren, wobei sich Wendlinger nach einem leichten Schubser von Lechner drehte und ans Ende des Feldes zurückfiel. Dabei löste sich der Keilriemen von der Lichtmaschine, und der Tiroler musste nach rund 25 Minuten – bereits wieder auf Rang 8! liegend, an die Box. Trotzdem die Reparatur viel Zeit in Anspruch nahm, fuhr dann Ryan Sharp weiter. In der Hoffnung, doch noch den einen oder anderen Punkt zu holen.

Das endgültige Ende kam dann beim zweiten Fahrerwechsel, wo die Mechaniker eine gebrochene Radnabe am Jetalliance Aston Martin DBR9 feststellten – das war's dann . . .

JAR-Technikchef Othmar Welti: „Wir haben auf einer Strecke, die unserem Auto wirklich nicht entgegen kommt gezeigt, dass wir auch da schnell sind. Wir haben alles für den Erfolg getan. Aber gegen die Technik ist man eben machtlos. Der Doppelausfall kam deshalb zustande, weil Dinge passiert sind, die man nicht vorhersehen konnte.“

Karl Wendlinger: „Ich bin einfach nur maßlos enttäuscht. Denn heute war ein Podiumsplatz ganz sicher drinnen. Aber so gut es in den Trainings gelaufen ist, so schlecht war das Rennen. Da ist alles schief gelaufen“, so der Kufsteiner, der aus Position drei gestartet war, und den Zwischenfall kurz nach dem Start so kommentierte: „In der ersten Kurve ist es immer eng, da kann so etwas schnell mal passieren. Das weiß man.“

Robert Lechner musste seinen Jetalliance Aston Martin bereits nach einer Runde mit einem gebrochenen Gaspedal abstellen, und war am Boden zerstört: „Wir haben uns an diesem Wochenende viel vorgenommen, waren auf einem guten Weg, und jetzt das. Die Geschichte mit Karl tut mir sehr leid – aber ich kann nichts dafür. Ich bin voll in die Eisen gestiegen, trotzdem habe ich ihn leicht berührt. Da ist alles saudumm gelaufen.“

Und wie sieht Teameigner Lukas Lichtner-Hoyer den heutigen Tag? „Uns hat heute das Pech wieder eingeholt. Andererseits hat man gesehen, dass die Pace bei beiden Autos stimmt. Und das lässt mich für Spa in drei Wochen wieder hoffen.“


 
 
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